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Weitere Informationen zum Kunstfestival ILLUSTRATIVE 07
unter: www.illustrative.de
Ausstellungsdauer: 02.09.-21.09.2007
In Zusammenarbeit mit dem Illustrative e.V.
Ort: Polnisches Institut (BurgStr 27, Berlin, Hackescher Markt)
Am 01.09.2007 um 19 Uhr
herzlich Willkommen auf der Vernissage
Malerei und Plakate von Prof. Leszek Żebrowski
Fortepianokonzert und Eröffnung der Ausstellung
um 19 Uhr im Polnischen Haus
Professor Leszek Zebrowski hat die Hochschule der Künste in Gdansk abgeschlossen. Er beschäftigt sich vorrangig mit Zeichnungen, Malerei und Kunstgrafik. Satirische Zeichnungen und Verlagsprojekte bilden einen Schwerpunkt in seinem künstlerischen Schaffen. Man kennt ihn vorrangig als Gestalter von über 270 Plakaten zu kulturellen Themen.
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Dom Polski - POLONICUM
Potsdamer Str. 63, 10785 Berlin-Mitte, Tel.: 030/ 383032-00. pa@polonica-net.com, www.polonica-net.com
Verbindung: U/S - Potsdamer Platz/ Kurfüstenstr. / Bülowstr. / Kleistpark / Bus M48 (bis Lützowstr.)
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]]>Liebe Freunde,
Vor etwa drei Wochen wurden die Verhandlungen über dem Europäischen Integrationspakt in Brüssel abgeschlossen. Der polnische Präsident Lech Kaczyñski hat dabei die hohe Zahl der polnischen Opfer im zweiten Weltkrieg als ein Argument für stärkere Position von Polen gegenüber Deutschland in der EU benutzt. Einen solchen Diskurs über die gemeinsame Geschichte von Polen und Deutschland wollen wir nicht länger hinnehmen. Wir haben deshalb in Polen und in Deutschland eine Initiative gestartet mit dem Ziel, möglichst viele Unterschriften unter einem offenen Brief an die Politiker der beiden Länder zu sammeln, den wir in den polnischen und deutschen Zeitungen veröffentlichen wollen. Bedingung dafür ist, dass sich möglichst viele Bürger aus beiden Ländern positiv zur Initiative äussern und den Appel an die Politiker tatsächlich unterschreiben. Die Unterschreibung des Briefes ist einfach, sie erfolgt elektronisch. Ihr schreibt in Eurer Mail an die Adresse:
folgenden Satz:
Ich unterstütze die Initiative OFFENER BRIEF POLEN-DEUTSCHLAND.
Vergesst bitte nicht Euren Vornamen, Namen, den Wohnort sowie den Beruf anzugeben, sonst ist die Unterschrift nicht gültig! Damit möglichst viele von uns erreicht werden, bitte ich Euch, den Brief auch an Eure Freunde und Bekannte weiter zu mailen. Wir wollen schnell handeln, denn der Brief sollte demnächst an die polnische und deutsche Presse verschickt werden. Bei Fragen stehe ich gern via Mail zur Verfügung.
Vielen Dank für Eure Antwort und Engagement!
Antoni Łazarkiewicz
http://www.lazarkiewicz.art.pl
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Zu unserer Person:
Wir sind Europäer polnischer und deutscher Herkunft. Als Kulturschaffende und Wissenschaftler tragen wir durch unsere Arbeit zum Abbau von negativen Vorurteilen und Stereoptypen zwischen Polen und Deutschen bei. Durch die verantwortungslosen Äusserungen von Politikern sehen wir unsere Arbeit jedoch einer ernstzunhemenden Gefahr ausgesetzt. Wir, die Unterzeichneten, haben uns deshalb zu einer gemeinsamen öffentlichen Stellungnahme entschlossen und fordern die Politiker auf, jegliche Instrumentalisierung der Geschichte zu ihren eigenen politischen Zwecken sofort einzustellen!
Unsere Generation hat den Krieg nicht erlebt, jedoch haben unsere Eltern und Grosseltern das Wissen um diese tragische Zeit an uns weiter gegeben. Wir wissen, dass sich der Schmerz in ihren Herzen nie auslöschen lässt. Wir wissen, wie wichtig für sie die versöhnenden Geste unserer Politiker gewesen sind, die sie nach dem Wegfall der Mauer stellvertretend für uns alle vollbracht haben. In unseren gegenseitigen Arbeitskontakten klammern wir nie auch die schwierigen Themen unserer gemeinsamen Geschichte aus. Niemals würden wir uns jedoch jener abscheuungswürdigen Argumentation bedienen, die in letzter Zeit so viele von uns schockiert hat. Wir sagen Nein all denen, die der Meinung sind, dass sie aus den tragischen Erfahrungen der Kriegsgeschichte und dem Schmerz, den sie hinterlassen hat, Kapital schlagen und eine neue Mauer zwischen unseren Nationen hochziehen können! Wir verstehen uns als begeisterte Europäer. Wir sagen Ja zum Prozess der europäischen Integration in der Wirtschaft und Kultur. In gemeinsamen historischen Erfahrungen, so schwer sie auch gewesen waren, sehen wir die Chance für eine dauerhafte Verständigung über das gemeinsame Leben im Frieden und Demokratie. Deshalb fordern wir von den verantwortungslosen Politikern, welche die deutsch-polnischen Beziehungen mit ihren zynischen Äusserungen vergiften, auf:
Schluss mit der Aufrechnung des Leidens gegen die Schuld! Überlässt die Fragen der Schuld, der Verantwortung, der Sühne und der Vergebung den individuellen Gewissen! Bedenkt endlich, dass seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sechzig Jahre vergangen sind! Gebt die absurden finanziellen Wiedergutmachungsansprüche auf! Kein Geld dieser Welt kann das Leiden Millionen Menschen wieder gut machen. Lasst endlich die Wunden heilen, die dieser Krieg hinterlassen hat! Geht Eurer eigentlichen Verpflichtung nach, die Euch aufgetragen wurde: dem Dienst am Guten und dem Aufbau eines modernen, sicheren und gerechten Europas. Setzt Euren Geist und Verstand in den Dienst der Gemeinschaft bis diese Euch selbst das Recht verleiht, sich in ihrem Namen auch zu den so bedeutungsvollen und schwierigen Themen äussern zu dürfen wie nationale Identität und Geschichte.
Offener Brief eines Kulturschaffenden zur aktuellen politischen Situation in Polen
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Ob Polen als unschuldiges und wehrloses Opfer oder als „antemurale Christianitatis“ - als wahrer der europäischen Werte vor den östlichen Barbaren, welche Funktion Polen im Laufe der Geschichte einnimmt, untersuchen deutsche und polnische Autoren in insgesamt zehn Essays. Welche Bedeutung hat Europa für Polen, welche Polen für Europa? Diesen Fragen geht der im Januar 2007 erschienene Sammelband „Europas Platz in Polen“ nach.
„Heiliges römisches Reich polnischer Nationen“, wie klingt das in Ihren Ohren? Der ein oder andere mag darüber lächeln, aber solche und andere Ideen über Europa hat es gegeben. Wer nachlesen möchte, sollte sich das Buch „Europas Platz in Polen“ zur Hand nehmen. Die beiden Historikerinnen Claudia Kraft und Katrin Steffen haben darin zehn Essays von deutschen und polnischen Autoren, unter Ihnen auch die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), Gesine Schwan, zusammengetragen. Sie alle geben in verschiedener Art und Weise einen Einblick in polnische Europa-Konzeptionen in einem bestimmten Abschnitt der Geschichte. Dabei wird deutlich, dass die Definition von Europa einem ständigen Wandel unterlag. Mal mit Polen, mal ohne. Je nachdem wovon sich die Großmächte mehr versprachen. Auch die polnische Definition von Europa änderte sich oft. So gab es zwischenzeitlich die Überlegung, Polen als neue Großmacht in Mittel- und Osteuropa, das sich als Intermarium zwischen Ostsee und wahlweise Adria oder Schwarzes Meer erstreckt, zu etablieren. Ein weiterer Entwurf war eine polnisch-tschechoslowakische Föderation. Für Polen war jedoch von Anfang an klar, dass Europa nicht ohne die „christliche Vormauer“ existieren kann. Seit 1989 gehört Polen nun „wieder“ zu Europa, nachdem es „die Zeit des Kommunismus in einer Art totalitären Gefriertruhe verbracht“ (Klaus Bachmann) hat.
Die Lektüre dieses Buches setzt eine gewisse Grundkenntnis der polnischen Geschichte voraus – vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt. Für Laien wird dieses Buch dadurch schwer zugänglich. Wer sich jedoch für Polen und Europa interessiert findet in diesem Band einen kompakten und ausführlichen Überblick über den Wandel der Europakonzepte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Autoren, die am Ende des Buches im Autorenverzeichnis ausführlicher vorgestellt werden, geben dem Leser einen zusammenfassenden Einblick in die europaspezifischen Ideen polnischer Intellektueller bzw. die Rolle Polens in den Europavorstellungen der westlicheren Länder.
Das Fachbuch gibt einen Einblick in die Entwicklung von polnischer Geschichte und Philosophie und ermöglicht somit ein besseres Verständnis für die gegenwärtigen Europadebatten. Der Sammelband ist mit 247 Seiten ein interessanter Appetithappen. Überdies findet der Leser, dank der ausführlichen Quellenangaben, zahlreiche Anregungen weiterer Informationsquellen.
Das Buch ist eine der Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und ist im fibre Verlag erschienen. Es kostet 24,50 Euro.
Claudia Kraft/ Katrin Steffen (Hrsg.)
EUROPAS PLATZ IN POLEN, Polnische Europakonzeptionen vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt.
Vivien Kretschmann
]]>Auch ein armer Student hat gelegentlich das Bedürfnis, die Welt zu sehen. Erst recht, wenn man nur ein paar hundert Kilometer in den Osten fahren muss, um sich in einer anderen Kultur wieder zu finden. Man wechselt einen Großteil seines Vermögens und macht sich auf, in der Hoffnung mit möglichst geringem finanziellem Aufwand, möglichst viel zu sehen und zu erleben. Trotz Transformation und touristischer Attraktion ist es immer noch möglich, mit einigen Kompromissen, einen kostengünstigen, aber intensiven Aufenthalt in Polen zu verbringen.
Ist der Tag der Heimreise gekommen, stellt man fest, dass entgegen aller guten Vorsätze, das gesamte Budget aufgebraucht ist. Um eine Fahrkarte zu kaufen muss man also zur eisernen Reserve greifen. Die besteht aus 20 Euro. Klingt für den Normalbürger vielleicht wenig, aber für einen Menschen ohne Einkünfte, ist das die Welt bzw. das Ticket nach Hause. Eine Fahrkarte von Warschau nach Frankfurt (Oder) kostet für unter 26 Jährige 18,70Euro. Dummerweise nimmt die PKP aber keine Euros an! Das heißt, der arme Student muss die nächste Wechselstube aufsuchen und seinen letzten Schein tauschen. Der Wechselkurs stellt ihm ein Bein. Bei einem sagenhaften Kurs von 3,2 PLN/1 € erhält er nur 64PLN. Die Fahrkarte kostet aber 71,62PLN. Was nun?

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