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Herzlichen Glückwunsch, Herr Bartoszewski!

Der ehemalige, zweimalige Außenminister Wladyslaw Bartoszewski feierte gestern seinen 86. Geburtstag. Eine herzliche Gratulation an den Mann, der unter den Nazis im KZ und unter den Kommunisten im Gefängnis gesessen hat und trotzdem in seinem Leben immer den Ausgleich gesucht hat - auch wenn er einem deftigen Streit und gelegentlich sogar scharfen Worten nie aus dem Weg geht. Beim polen-rundschau-Interview vor zwei Jahren griff er Erika Steinbach scharf an (die Schärfe wirkt schon fast irrational) und nahm die Kaczynskis gegen erste Angriffe in Schutz. Anderthalb Jahre später wurde er zu ihrem schärfsten Kritiker, machte Wahlkampf gegen sie und ist nun wieder offiziell in der Regierung aktiv: als Staatssekretär für die deutsch-polnischen sowie die polnisch-jüdischen Beziehungen. Glückwunsch und weiterhin so viel Vitalität, Gesundheit, Herzlichkeit und Polemik wie bisher, Herr Bartoszewski!

Mit Pawelka reden - ja oder nein?

Mit unserem ausführlichen Interview mit Rudi Pawelka, dem umstrittenen Gründer der Preußischen Treuhand, haben wir viel Wirbel ausgelöst. Pawelka will Entschädigungen von Polen für die Vertreibungen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Wir haben das kritisch geführte Interview mit zwei ausführlichen Hintergrund-Texten umrahmt, so dass eigentlich keine Missverständnisse entstehen konnten. Trotzdem reagierten einige Leser beleidigt, es gab sogar eine Abbestellung. Meine These: Gerade mit solchen kontroversen Figuren muss man reden. Totschweigen hilft nicht weiter. Man kann auch nur mit Leuten reden, mit denen man übereinstimmt und offene Türen einrennen, aber das bringt doch auch nichts.

Was meinen Sie? Diskutieren Sie hier im Blog der polen-rundschau!

Und wenn Sie an Polen interessiert sind - egal ob Sie in Deutschland oder Polen leben: Abonnieren Sie und Sie erhalten die polen-rundschau jeden Monat ein Jahr lang für 22 Euro (65 Zloty in Polen) per Post -3 Kleinanzeigen für Abonnenten kostenlos! Die pdf-Version der polen-rundschau gibt´s für 12 Euro im Jahr jeden Monat per E-Mail.

Neue polnische Grafik


ILLUSTRATIVE 07 - Sonntagsmatinee

Mariusz Waras
(m-city)
Przemysław Truściński
(trust)
Robert Czajka
(Warschau)


02.09.2007, Sonntag 12.00 Uhr

Aus Polen kommen derzeit viele innovative Impulse aus der Kunstszene. Auf der Illustrative wird deshalb die aktuelle junge polnische Kunst auf einem “Polnischen Tag” präsentiert. Eine Reihe von Veranstaltungen zeigt die aktuelle polnische Grafikszene mit speziellen Ausstellungen und Events. Aus diesem Anlass zeigt das Polnische Institut Berlin vom 2. September bis 21. September 2007 eine Sonderausstellung der vier polnischen Grafikkünstler: Mariusz Waras (m-city), Przemysław Truściński (trust) und Robert Czajka und lädt am Ufer der Spree zu einem Umtrunk.

Im Rahmen der Illustrative 07

Weitere Informationen zum Kunstfestival ILLUSTRATIVE 07
unter:
www.illustrative.de

Ausstellungsdauer: 02.09.-21.09.2007
In Zusammenarbeit mit dem Illustrative e.V.

Ort: Polnisches Institut (BurgStr 27, Berlin, Hackescher Markt)

Ausstellungseröffnung im Dom Polski in Berlin

Am 01.09.2007 um 19 Uhr
herzlich Willkommen auf der Vernissage

Malerei und Plakate von Prof. Leszek Żebrowski

Fortepianokonzert und Eröffnung der Ausstellung
um 19 Uhr im Polnischen Haus

Professor Leszek Zebrowski hat die Hochschule der Künste in Gdansk abgeschlossen. Er beschäftigt sich vorrangig mit Zeichnungen, Malerei und Kunstgrafik. Satirische Zeichnungen und Verlagsprojekte bilden einen Schwerpunkt in seinem künstlerischen Schaffen. Man kennt ihn vorrangig als Gestalter von über 270 Plakaten zu kulturellen Themen.
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Wystawa malarstwa i plakatu prof. Leszka Żebrowskiego
Zapraszamy na wernisaż 01.09. 2007, godz. 19.00

Dom Polski - POLONICUM
Potsdamer Str. 63, 10785 Berlin-Mitte, Tel.: 030/ 383032-00. pa@polonica-net.com, www.polonica-net.com

Verbindung: U/S - Potsdamer Platz/ Kurfüstenstr. / Bülowstr. / Kleistpark / Bus M48 (bis Lützowstr.)

Offener Brief eines Kulturschaffenden

Liebe Freunde,

Vor etwa drei Wochen wurden die Verhandlungen über dem Europäischen Integrationspakt in Brüssel abgeschlossen. Der polnische Präsident Lech Kaczyñski hat dabei die hohe Zahl der polnischen Opfer im zweiten Weltkrieg als ein Argument für stärkere Position von Polen gegenüber Deutschland in der EU benutzt. Einen solchen Diskurs über die gemeinsame Geschichte von Polen und Deutschland wollen wir nicht länger hinnehmen. Wir haben deshalb in Polen und in Deutschland eine Initiative gestartet  mit dem Ziel, möglichst viele Unterschriften unter einem offenen Brief an die Politiker der beiden Länder zu sammeln, den wir in den polnischen und deutschen Zeitungen veröffentlichen wollen. Bedingung dafür ist, dass sich möglichst viele Bürger aus beiden Ländern positiv zur Initiative äussern und den Appel an die Politiker tatsächlich unterschreiben. Die Unterschreibung des Briefes ist einfach, sie erfolgt elektronisch. Ihr schreibt in Eurer Mail an die Adresse:

 polen_deutschland@gazeta.pl 

 folgenden Satz:

Ich unterstütze die Initiative OFFENER BRIEF POLEN-DEUTSCHLAND.

Vergesst bitte nicht Euren Vornamen, Namen, den Wohnort sowie den Beruf anzugeben, sonst ist die Unterschrift nicht gültig! Damit möglichst viele von uns erreicht werden, bitte ich Euch, den Brief auch an Eure Freunde und Bekannte weiter zu mailen. Wir wollen schnell handeln, denn der Brief sollte demnächst an die polnische und deutsche Presse verschickt werden. Bei Fragen stehe ich gern via Mail zur Verfügung.

Vielen Dank für Eure Antwort und Engagement!

Antoni Łazarkiewicz

a_lazarkiewicz@mac.com

http://www.lazarkiewicz.art.pl

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Zu unserer Person:

 Wir sind Europäer polnischer und deutscher Herkunft. Als Kulturschaffende und Wissenschaftler tragen wir durch unsere Arbeit zum Abbau von negativen Vorurteilen und Stereoptypen zwischen Polen und Deutschen bei. Durch die verantwortungslosen Äusserungen von Politikern sehen wir unsere Arbeit jedoch einer ernstzunhemenden Gefahr ausgesetzt. Wir, die Unterzeichneten, haben uns deshalb zu einer gemeinsamen öffentlichen Stellungnahme entschlossen und fordern die Politiker auf, jegliche Instrumentalisierung der Geschichte zu ihren eigenen politischen Zwecken sofort einzustellen!

Unsere Generation hat den Krieg nicht erlebt, jedoch haben unsere Eltern und Grosseltern das Wissen um diese tragische Zeit an uns weiter gegeben. Wir wissen, dass sich der Schmerz in ihren Herzen nie auslöschen lässt. Wir wissen, wie wichtig für sie die versöhnenden Geste unserer Politiker gewesen sind, die sie nach dem Wegfall der Mauer stellvertretend für uns alle vollbracht haben. In unseren gegenseitigen Arbeitskontakten klammern wir nie auch die schwierigen Themen unserer gemeinsamen Geschichte aus. Niemals würden wir uns jedoch jener abscheuungswürdigen Argumentation bedienen, die in letzter Zeit so viele von uns schockiert hat. Wir sagen Nein all denen,  die der Meinung sind, dass sie aus den tragischen Erfahrungen der Kriegsgeschichte und dem Schmerz, den sie hinterlassen hat, Kapital schlagen und eine neue Mauer zwischen unseren Nationen hochziehen können! Wir verstehen uns als begeisterte Europäer. Wir sagen Ja zum Prozess der europäischen Integration in der Wirtschaft und Kultur. In gemeinsamen historischen Erfahrungen, so schwer sie auch gewesen waren, sehen wir die Chance für eine dauerhafte Verständigung über das gemeinsame Leben im Frieden und Demokratie. Deshalb fordern wir von den verantwortungslosen Politikern, welche die deutsch-polnischen Beziehungen mit ihren zynischen Äusserungen vergiften, auf:

Schluss mit der Aufrechnung des Leidens gegen die Schuld! Überlässt die Fragen der Schuld, der Verantwortung, der Sühne und der Vergebung den individuellen Gewissen! Bedenkt endlich, dass seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sechzig Jahre vergangen sind! Gebt die absurden finanziellen Wiedergutmachungsansprüche auf! Kein Geld dieser Welt kann das Leiden Millionen Menschen wieder gut machen. Lasst endlich die Wunden heilen, die dieser Krieg hinterlassen hat! Geht Eurer eigentlichen Verpflichtung nach, die Euch aufgetragen wurde: dem Dienst am Guten und dem Aufbau eines modernen, sicheren und gerechten Europas. Setzt Euren Geist und Verstand in den Dienst der Gemeinschaft bis diese Euch selbst das Recht verleiht, sich in ihrem Namen auch zu den so bedeutungsvollen und schwierigen Themen äussern zu dürfen wie nationale Identität und Geschichte.

Offener Brief eines Kulturschaffenden zur aktuellen politischen Situation in Polen

Europas Platz in Polen

Polnische Europakonzepte vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt

Ob Polen als unschuldiges und wehrloses Opfer oder als „antemurale Christianitatis“ - als wahrer der europäischen Werte vor den östlichen Barbaren, welche Funktion Polen im Laufe der Geschichte einnimmt, untersuchen deutsche und polnische Autoren in insgesamt zehn Essays. Welche Bedeutung hat Europa für Polen, welche Polen für Europa? Diesen Fragen geht der im Januar 2007 erschienene Sammelband „Europas Platz in Polen“ nach.

„Heiliges römisches Reich polnischer Nationen“, wie klingt das in Ihren Ohren? Der ein oder andere mag darüber lächeln, aber solche und andere Ideen über Europa hat es gegeben. Wer nachlesen möchte, sollte sich das Buch „Europas Platz in Polen“ zur Hand nehmen. Die beiden Historikerinnen Claudia Kraft und Katrin Steffen haben darin zehn Essays von deutschen und polnischen Autoren, unter Ihnen auch die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), Gesine Schwan, zusammengetragen. Sie alle geben in verschiedener Art und Weise einen Einblick in polnische Europa-Konzeptionen in einem bestimmten Abschnitt der Geschichte. Dabei wird deutlich, dass die Definition von Europa einem ständigen Wandel unterlag. Mal mit Polen, mal ohne. Je nachdem wovon sich die Großmächte mehr versprachen. Auch die polnische Definition von Europa änderte sich oft. So gab es zwischenzeitlich die Überlegung, Polen als neue Großmacht in Mittel- und Osteuropa, das sich als Intermarium zwischen Ostsee und wahlweise Adria oder Schwarzes Meer erstreckt, zu etablieren. Ein weiterer Entwurf war eine polnisch-tschechoslowakische Föderation. Für Polen war jedoch von Anfang an klar, dass Europa nicht ohne die „christliche Vormauer“ existieren kann. Seit 1989 gehört Polen nun „wieder“ zu Europa, nachdem es „die Zeit des Kommunismus in einer Art totalitären Gefriertruhe verbracht“ (Klaus Bachmann) hat.

Die Lektüre dieses Buches setzt eine gewisse Grundkenntnis der polnischen Geschichte voraus – vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt. Für Laien wird dieses Buch dadurch schwer zugänglich. Wer sich jedoch für Polen und Europa interessiert findet in diesem Band einen kompakten und ausführlichen Überblick über den Wandel der Europakonzepte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Autoren, die am Ende des Buches im Autorenverzeichnis ausführlicher vorgestellt werden, geben dem Leser einen zusammenfassenden Einblick in die europaspezifischen Ideen polnischer Intellektueller bzw. die Rolle Polens in den Europavorstellungen der westlicheren Länder.

Das Fachbuch gibt einen Einblick in die Entwicklung von polnischer Geschichte und Philosophie und ermöglicht somit ein besseres Verständnis für die gegenwärtigen Europadebatten. Der Sammelband ist mit 247 Seiten ein interessanter Appetithappen. Überdies findet der Leser, dank der ausführlichen Quellenangaben, zahlreiche Anregungen weiterer Informationsquellen.

Das Buch ist eine der Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und ist im fibre Verlag erschienen. Es kostet 24,50 Euro.

Claudia Kraft/ Katrin Steffen (Hrsg.)

EUROPAS PLATZ IN POLEN, Polnische Europakonzeptionen vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt.

Vivien Kretschmann

Drahtesel unerwünscht

Nun fahre ich schon seit Jahren mit meinem Radel durch die Welt, na ja, durch Deutschland. Dort werde ich verwöhnt mit gepflasterten Radwegen, abgesenkten Bordsteinen und einer großen Auswahl an Fahrradständern. Seit kurzem sausen mein zweirädriger Begleiter und ich durch die polnische Hauptstadt Warschau. Und lassen Sie mich eines vorweg nehmen: es ist herausfordernd.
Hier bekommen wir (also mein Fahrrad und ich) keinerlei Unterstützung. Keine Radwege, keine Abstellmöglichkeiten, keine Radfahrer. Ja, Sie haben richtig gelesen: ökologisch angehauchte oder sportlich orientierte Radler sucht man vergebens. Nur vereinzelt poltern sie einem entgegen, mindestens genauso frustriert über die Zustände wie der anspruchsvolle Deutsche, der mit verzerrter Miene Schlaglöchern und Passanten ausweicht, stets mit der quälenden Angst eines möglichen Reifenschadens im Hinterkopf. Ein Beispiel gefällig? Mein Weg zur Arbeit führt mich in der Regel über die Most Poniatowskiego, ein vielbefahrener und von Baustellen dominierter Brückenzug über die Weichsel. Fußgänger und Fahrradfahrer teilen sich einen 1,5 Meter breiten Weg. Unebenheiten der Marke „in Deutschland würde die verantwortliche Baufirma verklagt werden“ erschüttern meinen schmächtigen Körper. Busse und Autos rasen missachtend an mir vorbei. Höchstens ein mitleidiges Lächeln kann ich mitunter erhaschen. Hinzu gesellen sich kurze Schiebepausen an den Abfahrten für Automobile. Welcher Radfahrer springt schon gern gefühlte 20 cm den Bordstein hinunter und erklimmt die gleiche Höhe am Fuße des nächsten Bordsteins. Am liebsten würde ich gänzlich absteigen und schieben. Aber dann überkommt mich dieser seltsame Gedanke: wäre die Funktion meines treuen Begleiters damit nicht hinfällig? Also kämpfen wir (ja, immer noch das Fahrrad und ich) uns weiter gen westliches Weichselufer. Am Ende stelle ich erleichtert und mit einem Anflug von Stolz fest: WIR haben es geschafft! Und auf ein Neues bei der Rückfahrt zur Wohnung *seufz*.

Wann kommt endlich der Euro nach Polen

Einheitspreise beim Berlin Warschau Express oder
Wann kommt der Euro endlich nach Polen?

Auch ein armer Student hat gelegentlich das Bedürfnis, die Welt zu sehen. Erst recht, wenn man nur ein paar hundert Kilometer in den Osten fahren muss, um sich in einer anderen Kultur wieder zu finden. Man wechselt einen Großteil seines Vermögens und macht sich auf, in der Hoffnung mit möglichst geringem finanziellem Aufwand, möglichst viel zu sehen und zu erleben. Trotz Transformation und touristischer Attraktion ist es immer noch möglich, mit einigen Kompromissen, einen kostengünstigen, aber intensiven Aufenthalt in Polen zu verbringen.
Ist der Tag der Heimreise gekommen, stellt man fest, dass entgegen aller guten Vorsätze, das gesamte Budget aufgebraucht ist. Um eine Fahrkarte zu kaufen muss man also zur eisernen Reserve greifen. Die besteht aus 20 Euro. Klingt für den Normalbürger vielleicht wenig, aber für einen Menschen ohne Einkünfte, ist das die Welt bzw. das Ticket nach Hause. Eine Fahrkarte von Warschau nach Frankfurt (Oder) kostet für unter 26 Jährige 18,70Euro. Dummerweise nimmt die PKP aber keine Euros an! Das heißt, der arme Student muss die nächste Wechselstube aufsuchen und seinen letzten Schein tauschen. Der Wechselkurs stellt ihm ein Bein. Bei einem sagenhaften Kurs von 3,2 PLN/1 € erhält er nur 64PLN. Die Fahrkarte kostet aber 71,62PLN. Was nun?

Im Kampf mit den Vierrädrigen

Warszawa Centrum, Rondo Domwskiego. Ich sitze im Bus, wie jeden Tag. Und wie jeden Tag, wenn ich im Bus in Richtung Centrum sitze, fällt mir spätestens am Plac Bankowy ein: „Kurcze! Du wolltest doch mal ne andere Route fahren!“. Stop and Go, der verursacht, dass es gefühlte zwanzig Minuten dauert, einen Weg von 400 Metern zurückzulegen? Das ist beim Rondo Domwskiego keine Seltenheit. Alles, was ich sehe, sind Autos, Autos und sperrige Busse und Ampeln. Die Ampeln stehen auf Rot und ein Auto mitten auf der Kreuzung? Auch kein Ding. Polnische Gelassenheit eben. Ich frag mich dann immer, ob das Verkehrschaos allein durch die Tatsache gerechtfertigt werden kann, dass Warschau nun mal eine Millionenstadt ist.
Aber vielleicht stehe auch nur ich auf Kriegsfuß mit dem Warschauer Verkehr: Wieder Rondo Domwskiego, diesmal unterhalb des Rondos, wo es zur Rush-Hour natürlich ebenfalls quetschend voll ist, mal abgesehen von den Flyer-Verteilern, die mitten auf der Treppe stehen. Und nun bin ich also unter diesem Rondo und Suche einen Bus. Kann ja nicht so schwer sein. Aber: es gibt zwar Hinweisschilder für die einzelnen Stadtteile, aber keine für die Busnummern. Gut, auch damit lässt sich nach ein bisschen Übung leben. Was aber, wenn man zum Stadtteil Ochota will und zwei mal quer durchs Rondo läuft, um letzen Endes dort anzukommen, wo man seine Odysee begonnen hat, nur auf der anderen Seite? Hier dann nochmals die Treppen Richtung Tageslicht erklimmt, vorbei an den unglaublich vielen Menschen und mitten im Weg stehenden Flyer-Verteilern, in der Annahme, dass die Straßenbahnhaltestelle doch nur hier sein kann und feststellt,…es gibt keine Straßenbahnhaltestelle! Noch mal um die eigene Achse drehend, alle Möglichkeiten abgewogen: „no, nie ma!“ Und dass es sie nicht gibt ist im Grunde auch nicht verwunderlich, denn seit in Warschau an den Straßenbahnschienen gebaut wird und zu den schrecklich vielen Autos auch noch Bauschranken und aufgerissene Trassen hinzugekommen sind, ist hier nichts mehr von Dauer. Es begegnet einem kaum noch ein Bus oder eine Tram, die nicht den Hinweis trägt: „Trasa zmieniona“. Aber irgendwie haben die geänderten Trassen auch ihr Gutes, so ist wenigstens nicht nur mein zugebenermaßen schlechter Orientierungssinn an meinen allzu häufigen Irrwanderungen Schuld.
Wie unschwer zu erkennen ist, mag ich ja Verkehr nicht besonders und ich würde vermutlich etliche Heldentode sterben, wenn ich hier in Warschau Auto fahren müßte. Aber auch als Fußgänger hat man’s nicht leicht. Letztens beim Rondo Charles de Gaulle’a – ein schrecklicher Platz in der Zeit von 8 bis 20 Uhr, aus oben genannten Gründen – stehe ich an der Ampel, quasi mitten auf der tagsüber stillgelegten Baustelle. Die Ampel schaltet auf rot um, einige rennen noch schnell über die Straße. Die Dame neben mir und ich entscheiden uns dagegen und bleiben stehen. Da hupt’s und brüllt’s von hinten: „Kurwy! Nie widzicie, ze jest czerwone?!?” Verwirrt gucken die Dame und ich erst uns und dann den völlig genervten Taxifahrer an. „Ja, natürlich sehe ich, das rot ist“, brubble ich, „sonst würde ich ja nicht hier stehen. Oder war das gerade ’ne Aufforderung zum Selbstmord?“ Die Fußgängerampel wechselt auf Grün und ich überquere die Straße. „Junge“, denk ich mir, „du bist zwar Taxifahrer, aber aggressives Fahren ist auch für dich gefährlich.“ Kopfschüttelnd eile ich in Richtung Chmielna. Einer autofreien Oase, weil Fußgängerzone. Aber natürlich gibt es auch hier Autos, wenn auch bei weitem nicht so viele. Die Sonne brennt. „Etwas Grünes muss her“, sag ich zu mir, drehe auf halben Wege um, gehe die Ujazdowski lang, in Richtung Lazienki Park und suche mir dort eine Bank unter Bäumen, fern, fern ab von irgendeiner Straße und alles, was ich höre, sind Unterhaltungen zwischen Spaziergängern und Vogelgezwitscher. „Pause!“ denk ich.

Henriette Jankow

Von Stofftieren, Märchen und Politik

Andrzej Lepper und Roman Giertych sind neuerdings vernarrt in ein Stofftier. In einen Fuchs aus Plüsch, um genau zu sein. Das kommt daher, weil die neue politische Kraft, die die beiden Parteichefs planen, “LiS” heißen soll.

“L” steht dabei für “Liga”, weil Giertychs Partei “Liga Polnischer Familien” heißt. Das “S” bedeutet “Samoobrona” (Selbstverteidigung) - der Name der Lepper’schen Partei. Das “i” in der Mitte steht schlicht für das polnische Wort “und”. “Liga und Samoobrona” - LiS eben, der Name der neuen, fusionierten Partei. Und Lis heißt auf Polnisch eigentlich “Fuchs”.

Deswegen hatten Lepper und Giertych einen Fuchs aus Plüsch dabei, als sie am Montag in die Kameras lächelten und ihre Fusion bekanntgaben. Ganz frech hatten die beiden das Stofftier vor den Mikrophonen drapiert. Toll. Journalisten stürzen sich auf so etwas, wenn es darum geht, ihrer Geschichte einen interessanten Dreh zu verpassen. In Fachkreisen heißt das “Aufhänger”.

“Lepper bleibt in Koalition - Schachzug eines schlauen Fuchses” betitelte beispielsweise eine große Presseagentur ihren Hintergrundbericht zum Thema. Die Autorin hatte das Maskottchen aus Plüsch als Aufhänger für ihren Artikel benutzt und sogar in ihre Überschrift gehievt.

Stanislaw Janeckis Aufhänger ist allerdings auch nicht zu verachten: Der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins “Wprost” scherzte im Nachrichtensender TVN 24, LiS stehe wohl eher für “Lament” (Jammer) und “Strach” (Angst/Furcht).

Das mag passen. Ich zumindest könnte jammern und mir wird Angst und Bange, wenn ich an eine Fusion aus Samoobrona und LPR denke. Linke Populisten mit radikalen Klerikalen. Hilfe.

Und ich kenne einen Kollegen, der von Hamburg aus oft über Polen schreibt. Sein Autorenkürzel heißt “lis”. Der Mann wird nicht mehr froh, glaube ich.

Sei’s drum. Hoffentlich läuft es mit der Partei LiS nicht wie im Märchen. Da gibt es nämlich die Geschichte von “Reineke Fuchs”. Sie erzählt davon, wie sich der böse Reineke Fuchs vor dem König der Tiere, dem Löwen, mittels einer durchtriebenen Lügengeschichte rettet und so alle seine Gegenspieler aussticht. Wenn Lepper und Giertych das in Polen schaffen, hau’ ich hier in Sack.

Kein Märchen.

Schweinezüchter, Bauernfänger, Staatsmann

Jaroslaw Kaczynski hat seinen Vize Andrzej Lepper aus dem Amt gejagt. Er soll kräftig Dreck am Stecken haben. Zu Leppers Lebenslauf würde es passen. Die polen-rundschau veröffentlicht an dieser Stelle aus gegebenem Anlass ein in der Mai-Ausgabe 2006 erschienenes Portrait über den nun unehrenhaft entlassenen Kaczynski-Vertreter. Zum damaligen Zeitpunkt hatte es Lepper gerade in Amt und Würden geschafft.

Sündenböcke hat er auf den Misthaufen gekarrt oder gleich grün und blau geschlagen. Die von ihm angezettelten Straßenblockaden erregten EU-weites Aufsehen. Heute ist Andrzej Leppers Partei drittstärkste Kraft in Polen und regiert mit. Lepper, der vorbestrafte Bauer und Boxer von damals, trägt mittlerweile feinen Zwirn, Elvis-Tolle und braunen Teint aus dem Solarium. Hat sich auch sein Populismus gewandelt?

Zuerst waren es nur die Underdogs, die Verlierer der Wende Anfang der Neunziger. Inzwischen strömen längst nicht mehr nur desillusionierte Landarbeiter und verarmte Dörfler zu Andrzej Lepper. Hinter dem Populisten stehen Hunderttausende Polen – und zwar als feste Basis, nicht als einmalige Protestwähler. 15,1 Prozent holte Lepper bei den Präsidentschaftswahlen vergangenes Jahr. Sein Ergebnis aus dem Jahr 2000 konnte er damit fast verfünffachen. Leppers Samoobrona (Selbstverteidigung), reichste Partei Polens, hat 500.000 Mitglieder und ist drittstärkste Kraft im polnischen Parlament. Und Dank der regierenden PiS (Recht und Gerechtigkeit) trägt Lepper, mehrfach vorbestrafter Bauernführer, Boxer und selbsternannter Volkstribun, nun auch Regierungsverantwortung. In der neuen Koalition ist er Vizepremier und Landwirtschaftsminister. Welchen Kurs wird Lepper einschlagen? Und ist er wirklich der neue Jörg Haider, wie einige fürchten?
Lepper, Jahrgang 1954, wuchs auf dem Land im nördlichen Polen als Halbwaise mit neun Geschwistern auf. 1974 folgte die mittlere Reife an einem landwirtschaftlichen Technikum, ab 1980 machte er sich als Bauer in Zielnowo, Westpommern, selbständig: Eigener Hof, vor allem Schweine, gutes Auskommen. Doch dann kam die Wende und mit ihr für viele Polen der Schock, der sie auch heute noch in Leppers Arme treibt. In den letzten Jahren des Kommunismus hatten Millionen polnischer Bauern günstige Darlehen aufgenommen, für die sie Zinsen unter der Inflationsrate zahlten – fast geschenkte Kredite. Doch der damalige Finanzminister Leszek Balcerowicz, der die Macht der Marktwirtschaft über Nacht in Polen einmarschieren ließ, passte die Zinssätze der neuen Realität an. Und die war äußerst bitter. Hunderttausende Höfe waren binnen weniger Wochen überschuldet. Die Banken schickten Zwangsvollstrecker über das Land. Auch zu Lepper nach Zielnowo. Irgendwo in den Wehen dieser Wut kam Leppers Ideologie im Schweinestall zur Welt, der ihm schon längst nicht mehr gehörte. Ihr Ruin und die daraus resultierende Ohnmacht solidarisierte die Bauern. „Jagt sie mit der Mistgabel vom Acker“, brüllte Lepper allerorts und ward umjubelter Bauernfürst. Seine Revolution auf der Scholle mündete 1991 in der Gründung seiner Samoobrona. Auch heute ist sie noch mehr Gewerkschaft als Partei, aber bei 18 Prozent Arbeitslosigkeit – dem höchsten Wert in der ganzen EU – längst nicht mehr ein Sammelbecken nur für Landwirte.

„Wir lassen uns von keinem ins Gesicht schlagen“

Was für Lepper folgte, ist die Chronologie von mehr als 100 Ermittlungsverfahren, mehrerer Vorstrafen, kontinuierlicher Medienpräsenz – und nicht zuletzt eines schnell wachsenden Wählerkreises. Leppers Kerbholz ist lang: 1995 versohlte er dem Angestellten einer Agrargesellschaft vor versammelter Mannschaft den blanken Hintern. Im selben Jahr schlug Lepper, der Hobby-Boxer, einen Bürgermeister windelweich und fuhr ihn mit einer Schubkarre auf den Misthaufen – die schlimmste Prangerstrafe auf dem polnischen Land. Mit seinen Schergen stürmte Lepper auch schon einmal ein Fleischlager, um „die Waren unter den Armen zu verteilen“ und sich wie Robin Hood zu fühlen. Das ist nur ein Auszug des zweifelhaften lepper’schen Aktionismus und es ist nur die eine Hälfte.
Denn für Leppers überfahrene, verzweifelte Anhängerschaft sollte das Feindbild des Kapitalismus schon bald ein neues Gesicht bekommen: Das der Europäischen Union. Subventionierte EU-Agrarexporte strömten tonnenweise nach Polen und waren für Spottpreise zu haben. Polens Bauern traf die Wende ein zweites Mal und Lepper gewann wieder Stimmen hinzu. Sein Heer hielt Lastwagen der EU an und prügelte die Fahrer mit Dreschflegeln aus dem Land. Ende 1999 legten die Bauern unter Leppers Führung den gesamten Verkehrsfluss von West nach Ost mit Straßenblockaden lahm. 80 Polizisten wurden verletzt. Lepper, den Straßenkämpfer, drängte es ins politische Amt, auch wenn er vorher noch das Warschauer Landwirtschaftsministerium stürmte und am Güterbahnhof deutsches Export-Getreide auf die Gleise schüttete. „Dies Land ist dein Land, dies Land ist mein Land, wir lassen uns von keinem ins Gesicht schlagen“, lautet der Refrain des Samoobrona-Partei-Liedes.
Seit ein paar Jahren trägt Lepper Anzug und Krawatte, hat eine Frisur wie Elvis und sonnenbankbraunen Teint. Verbal schlug der polternde Bauer aber noch genau so hart zu. Nach den Wahlen 2001 machten ihn die Abgeordneten zum Parlaments-Vizechef. Nachdem Lepper allerdings Ministerpräsident Leszek Miller als „bestochene Kanaille“ titulierte und Staatschef Aleksander Kwasniewski den „größten Faulpelz der Nation“ nannte, musste er sein Amt schnell räumen. Erneut verurteilt wurde er dafür auch. Und da die PiS Lepper und seine 55 Samoobrona-Abgeordneten heute für die Regierungsbildung braucht, ist der Bauernfänger nun in Amt und Würden. Ein waschechter Staatsmann eben.

„Hitler hat Deutschland auf die Beine geholfen“

Bei den Kaczynski-Brüdern und ihrer „Moralischen Revolution“ fühlt sich Lepper wohl, wenngleich er weniger an Kirche und konservative Tugenden als an die Wünsche seiner Revolutionsgenossen vom Lande denkt. Lepper in eine politische Ecke zu stecken, fällt schwer. Die Haider-Vergleiche sind bekannt und ähnlich falsch wie die Hitler-Vergleiche, die Kommentatoren in Polen bemühten. Auch wenn Lepper neuerdings sogar Fanclubs hat, die ihn in Anlehnung an Guevara „Ché-lepper“ nennen und er seine Samoobrona inzwischen als Polens neue Linke verkauft: der Populist ist weder links noch rechts, eher aalglatt mal hier, mal da – je nachdem, wie es ihm gerade passt. Sein Parteiprogramm zeigt das: Die EU gilt es für Lepper zu bremsen, den „Ausverkauf Polens“ an die Heuschrecken abzuwenden. Die EU wird ihn dabei nicht aufhalten. Denn Lepper ist eben kein Jörg Haider. Dafür fehlt ihm die ideologische Durchfärbung. Zwar lobte er schon einmal Hitlers Sozialpolitik („Der hat ja die Arbeitslosigkeit besiegt und Deutschland auf die Beine geholfen.“) und bekam auch Ärger mit der Justiz, weil er einem Gerichtsvollzieher den Davidstern ins Haar rasierte. Die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita enthüllte im April, Lepper pflege beste Kontakte mit der privaten ukrainischen “Akademie für Personalführung”. Diese Akademie betreibt antisemitische Propaganda und soll vom Iran und von Libyen unterstützt werden. Doch Lepper huldigte Anfang dieses Jahres auch Weißrusslands Diktator Lukaschenko mit Blick auf die guten alten Sowjetzeiten und forderte mehr „soziale Wärme“. Oder er bediente antideutsche Ressentiments: „Was Bismarck und Hitler nicht schafften, holen sich Kohl und Schröder jetzt mit Samthandschuhen zurück.“ Sein Hof war früher deutsch. Lepper ist ein Krawallmacher geblieben, ein Populist eben, der sich am extremen Rand bedient – fern der Kategorien links und rechts.
Leppers größte Gefährlichkeit resultiert aus seinen Plänen zur Wirtschaftspolitik. Er preist den „goldenen Mittelweg“ zwischen Kapitalismus und Kommunismus, was sich vernünftig anhört, würde es nicht in lepper’scher Radikalität gedacht: Die Banken sollen zwangsverstaatlicht werden. Damit eckt er bei vielen PiS-Kollegen nicht unbedingt an, wie der Hickhack um die polnischen Tochtergesellschaften der mit der HypoVereinsbank fusionierten italienischen UniCredit jüngst zeigte. Polens Nationalbank soll zudem alle Devisenreserven zur Ankurbelung der Wirtschaft verkaufen und der Staat zunehmend private Bürgschaften übernehmen – etwa für Existenzgründungen auf dem Lande. Polens Eigenständigkeit dürfe durch EU-Recht nie tangiert werden, eine gemeinsame Verfassung sei „Gift für unser Land.“ Und den ausländischen Investoren gelte es, enge Fesseln anzulegen – die Erinnerungen an finanzkräftige Geschäftsleute aus dem Westen, die den überschuldeten Bauern nach der Wende das Land unter dem Hintern wegkauften und einen Real-, Tesco- oder Carrefour-Supermarkt draufsetzten, sind noch frisch. „Glaubt den neunmalklugen Experten nicht, es müsse immer um jeden Preis Profit gemacht werden. Ihr seht doch die Ergebnisse: BSE, Maul und-Klauenseuche“, sagt Lepper seinen Bauern. Das hören sie gern. In Polen gibt es rund zwei Millionen Höfe, aber nur ein Viertel erreicht EU-Standard und ist damit wettbewerbsfähig.
Noch gibt es einen kleinen Haken bei Leppers Arbeit im Kabinett: Vorbestrafte dürfen laut polnischem Recht nicht mit Staatsgeheimnissen betraut werden. Bei Brisantem aus Nato und EU ist das jedoch der Fall. Der PiS-Kader ließ aber schon verlauten, dass Lepper auch Stellvertreter habe und nicht jeder Minister bei jeder Sitzung anwesend sein müsse. Lepper wird sich da schon durchboxen, mal mit einem linken, mal mit einem rechten Haken. Das kann er ja.

(Heiko Lossie, Stand Mai 2006)

Nach unten offene Kaczyński-Skala

Jetzt hat es die Kaczyński-Regierung endlich geschafft: Der letzte einigermaßen kompetente und anerkannte Minister wurde rausgeekelt. Radek Sikorski hat gute Kontakte nach Amerika, gilt als Realpolitiker und hat eine eher ideologiefreie Sicht der Dinge. Alles keine Kennzeichen eines PiS-Ministers. Übrig bleiben nur noch Demagogen, Populisten, Stümper und Lakaien der zwei großen Zwillingsbrüder sowie zwei tragische Figuren (Gesundheitsminister Religa und Finanzministerin Gilowska), die einst renommiert waren und die sich von der Macht komplett korrumpieren ließen. “Wir haben das Außenministerium zurück gewonnen”, dröhnte einst Premier Kaczyński auf einem PiS-Parteitag, als der hoch geschätzte, parteilose Stefan Meller der tragikomischen jetzigen Außenministerin Fotyga Platz machen musste. Wer denkt, es gehe nicht mehr schlimmer, der sollte einfach weiterhin die Nachrichten verfolgen: Auf der nach unten offenen Kaczyński-Skala ist sicher lange noch nicht Schluss.

 


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